Der Treibhauseffekt hat eine knapp 200jährige Geschichte. So wird dem französischen Physiker Jean-Baptiste Fourier (1768 - 1830) seine Entdeckung im Jahre 1827 zu geschrieben. Fourier, der unter anderem „Analytische Theorie der Wärme“ schrieb, spekulierte über die Existenz eines wärmenden atmosphärischen Effekts, welcher die Erde wärmer hält als sie sonst wäre. Der Treibhauseffekt war geboren.
Nachdem Gustav Kirchhoff 1859 die Spektralanalyse entwickelte und damit die Kirchhoff‘schen Strahlungsgesetze begründete, war es im Jahre 1863 der Ire John Tyndall, der das erste Differenzspektrometer baute und damit Fouriers Behauptung, dass Gase in der Atmosphäre die Wärme absorbieren können, bewies. Zu seinen Feststellungen zählte beispielsweise, dass Wasser mit Abstand am meisten Wärme absorbieren kann. Später spekulierte er darüber, wie Veränderungen der Wasserdampf- und CO2-Konzentration die Wärme auf der Erde beeinflussen könnten.
Der schwedische Wissenschaftler Svante Arrhenius nahm diese These auf und begann 1890 zu prüfen, ob die mittlere Erdtemperatur, die er auf 15°C schätzte von wärmeabsorbierenden Gasen, wie Kohlendioxid, abhängig sei. Er war es, der sich als erster Wissenschaftler überhaupt mit der Frage beschäftigte, wie eine Verdopplung des atmosphärischen CO2-Gehaltes durch Verbrennung von fossilen Energiequellen das Klima beeinflussen könnte.
In den 1950er Jahren war es der amerikanische Ozeanograph Roger Revelle, der damalige Direktor des SCRIPPS Instituts in Kalifornien, welcher als einer der ersten Wissenschaftler vor einem Global Warming in Zusammenhang mit der Erhöhung des CO2-Gehaltes der Luft sprach.
1957 begann David Keeling eine Massstation auf einem Lavafeld eines aktiven Vulkans auf Hawaii aufzubauen. Er sammelte dort zunächst bis 1970 Daten, die später als die sogenannte Keeling-Kurve in die Klimageschichte eingingen. Bis zum Jahr 1997 wiesen die gesammelten Daten dann einen Anstieg des CO2- Gehaltes um über 15% aus.
In den 1970er Jahren führte eine Serie von Studien des US Department of Energy zu einer drastischen Verstärkung der Diskussionen um die globale Erwärmung. Dies gipfelte 1979 in der ersten Welt-Klima-Konferenz in Genf. Dort wird der Klimawechsel erstmals als ein ernstes globales Problem erkannt und man beginnt wissenschaftlich die Auswirkungen auf die Erdbevölkerung zu erforschen. Es wird ein Welt Klima Programm (WCP) unter der Verantwortung der World Meteorological Organization (WMO), der UNO und des International Council of Scientific Unions (ICSU) beschlossen.
1985 wird die erste große internationale Konferenz über den Treibhauseffekt in Villach, Österreich, auf Initiative der UNEP und WMO abgehalten. Dort wird bereits davor gewarnt, dass die Treibhausgase langfristig einen Anstieg der mittleren Erdtemperatur bewirken werden, der größer sein wird als alle bisherigen in der menschlichen Geschichte. Desweiteren wird in Villach nun auch auf andere Gase, wie Methan, Ozon, FCKW und Stickoxide hingewiesen, die ebenfalls einen Beitrag zur globalen Erwärmung leisten.
In den 1980er und 90er Jahren beginnt das Bewusstsein über die Gefahr der globalen Erwärmung auf Grund der vielen Ereignisse stark anzusteigen, so kommt es 1986 zur „Warnung vor einer drohenden Klimakatastrophe" durch die Deutsche Physikalische Gesellschaft und 1987 verabschiedet der deutsche Bundestag eine Enquête-Kommission namens „Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre”, welche später unter dem Namen „Schutz der Erdatmosphäre“ fortgesetzt wird.
Die globale Erwärmung erlangt dann im Jahre 1988 sogar weltweite Beachtung als James E. Hansen, der Chef des NASA's Goddard Institute for Space Studies nach einer anhaltenden Dürre "Der Treibhauseffekt ist da und ändert derzeit unser Klima" verkündet.
Es kommt desweiteren in diesen Jahren zur Gründung des IPCC, welches sowohl die wissenschaftlichen, technischen als auch die sozioökonomischen Auswirkungen des Klimawandels untersuchen soll.
Die "World Conference on the Changing Atmosphere: Implications for Global Security", welche in Toronto abgehalten wurde, ruft zur globalen CO2 Emissionsreduktion von 20% bis zum Jahr 2005 auf. Außerdem wird eine Art Welt-Atmosphären-Fond gefordert, welcher durch Steuern auf fossile Energien finanziert wird.
1990 legt der IPCC seinen ersten Bericht vor. Dort wurde festgestellt, dass sich die Erde im letzten Jahrhundert um etwa 1,5°C erwärmt hat und der Meeresspiegel dabei um einen halben Meter angestiegen sei. Desweiteren wurde bis zum Jahre 2050 ein CO2-Anstieg von erneut 50%, ein erneuter Temperaturanstieg um ca. 4°C, sowie eine Erhöhung des Meeresspiegels um knapp 6 Meter vorausgesagt, wenn die polaren Eiskappen auf Grund des Treibhauseffektes abschmelzen würden.
1992 kommt es in Rio de Janeiro zum Abkommen zum Klimawandel, das von insgesamt 154 Nationen unterschrieben wurde. Danach soll die globale Erwärmung durch die klimaschädlichen Gase verhindert werden. Es werden für die Industrienationen Reduktionsziele bis zum Jahr 2000 festgelegt.
Im April 1995, drei Monate bevor der neue IPCC-Bericht veröffentlicht werden sollte, trafen sich die Mitglieder des IPCC sowie einige Beobachter in Maastricht, um den vom "Stab" des IPCC erstellten Entwurf zu begutachten und zu kommentieren. Das IPCC hatte tatsächlich die Vorhersagen, die 1990 gemacht wurden, abgeändert. Die offensichtlichste war die Änderung des Vorhersagedatums von 2050 auf 2100. Der Bericht behauptet, dass „globale Meereshöhen im vergangenen Jahrhundert um 10 bis 25 cm gestiegen sind und die mittleren Atmosphärentemperaturen um 0,3°C und 0,6°C angestiegen sind.“ Eine weitere Behauptung war, dass die Ozeane sich als Folge der globalen Erwärmung der Atmosphäre signifikant erwärmen und dass die Korallenriffe sterben.
1997 komm es dann zum Kyoto-Protokoll, welches im Jahre 2005 in Kraft getreten ist und verbindlich die Emissionsreduktionen der Industrienationen auf 4,5% bis 2012 festlegt. Das Treffen bestimmt weiterhin verschiedene Möglichkeiten dieses Ziel zu erreichen, wie dem Emissionshandel. Die USA teilte jedoch mit, dass sie das Abkommen nicht unterzeichnen würde, bis klare Anzeichen für eine Emissionsreduktion da wären.
Das IPCC veröffentlicht im Jahr 2001 seinen 3. Bericht. Dieser beinhaltet folgendes: Der globale Mittelwert der bodennahen Lufttemperatur ist im 20. Jahrhundert um etwa 0,6°C gestiegen. Neue Analysen für die Nordhalbkugel deuten darüberhinaus darauf hin, dass der Temperaturanstieg im 20. Jh. wahrscheinlich der größte in den letzten 1000 Jahren war. Der globale mittlere Meeresspiegel ist um 0,1 - 0,2 Meter angestiegen und der Wärmegehalt des Ozeans hat zugenommen.
Der Friedensnobelpreis geht im Jahr 2007 an den früheren US-Vizepräsidenten Al Gore und den UN-Klimarat IPCC. Gore und die Einrichtung der Vereinten Nationen werden damit für ihren Einsatz zur weltweiten Mobilisierung gegen eine drohende Klimakatastrophe ausgezeichnet. Der Chef des Nobelkomitees, Ole Danbolt Mjøs, sagte bei der Bekanntgabe: "Gore und der IPCC haben schon sehr früh die Gefahren der globalen Klimaänderung erkannt. Wir möchten mit unserer Entscheidung die Aufmerksamkeit für dieses Thema weiter erhöhen."

